Wie und warum du um 5 Uhr aufstehst

Du baust neben deinem Hauptjob noch ein Business oder ein Projekt auf?

Abends, nachdem du deinen primären Job erledigt hast, musst du dich noch an dein zukünftiges Werk setzen. Da du aber wieder mal später aus dem Büro weg bist und das monatliche Einkommen für den Tag gesichert ist, sinkt die Motivation in Richtung Nullpunkt. Disziplin und Motivation sind wie ein Muskel – sie lassen gegen Ende des Tages nach. Du verschiebst deinen Einsatz auf den nächsten Tag und da bleibt er oft auch. Du musst aber jetzt was tun. Deshalb arbeitest du ab sofort morgens vor deinem regulären Job am neuen Projekt. Um 5 Uhr gibt es keine Ablenkungen. Es ruft niemand an, niemand wartet auf deine Mail und bei Facebook gibt es nichts Neues. Perfekt um konzentriert an deiner Idee zu arbeiten. Der Tag mit seinen Ablenkungen schläft noch, genauso wie deine Konkurrenz. Morgens um 5 Uhr bist du alleine und hast einen frischen Kopf um für dich zu arbeiten. 2-3 Stunden am Morgen werden reichen um dein Start up neben dem regulären Job Schritt für Schritt aufzubauen. Du kannst nun jeden Tag mit dem guten Gefühl, etwas für deine Zukunft geschafft zu haben, zu deiner regulären Arbeit gehen. Das Beste ist: abends hast du jetzt tatsächlich frei. Kein Druck und kein schlechtes Gewissen noch an deiner neue Firma arbeiten zu müssen. Du genießt jetzt deinen Feierabend, weil du bereits alles für diesen Tag geschafft hast.

Du hast noch keine Geschäftsidee an der du arbeitest?
Dann wird dir der Artikel „Deine Geschäftsidee finden“ helfen.

Du kannst die gewonnene Zeit morgens natürlich auch für etwas anderes nutzen. Du kannst Yoga machen, Sprachen lernen, dich mit BWL, Weltpolitik oder deiner Modelleisenbahn beschäftigen. Nur von Schlagzeug und Trompete rate ich um die Uhrzeit ab. Du weißt jetzt, dass es sich lohnt früh aufzustehen und den Morgen für dich und deine Ziele zu nutzen.
Die Vorstellung um 5 Uhr aus dem Bett zu steigen bereitet dir aber noch Unbehagen?
Das ging mir am Anfang auch so. Zu Beginn meiner beruflichen Selbstständigkeit weckte mich der Hund, weil er raus wollte. Heute wecke ich den Hund, weil ich die frische Morgenluft geniessen will. Es ist einzig eine Frage der Gewohnheit. Diese musst du mit etwas Disziplin entwicklen. Dann wirst du keine Probleme damit haben früh aufzustehen. Im nächsten Abschnitt zeige ich dir, wie du es sofort anpackst und auch schaffst..

Wie du um 5 Uhr aufstehst

Zugegeben: Plötzlich um 5 Uhr aufzustehen ist hart. Die grobe Umgewöhnung ist aber in 3 Tagen machbar und es lohnt sich für dich. Da ich am Wochenende oft nachts arbeite muss ich mich auch immer wieder neu auf 5 Uhr takten. Ich habe zwei Methoden mit denen ich mich wieder an das frühe Weckerklingeln gewöhne. Die eine ist hart und schnell, die andere dauert länger, ist dafür aber sanfter. Wenn du das erste mal zum Frühaufsteher wirst ist der sanfte Weg einfacher.
Wirst du öfter aus dem Rhythmus geworfen, stehst aber schon seit Längerem früh auf? Dann kommst du mit der harten Tour klar. Einfach früher ins Bett gehen ist übrigens definitiv die falsche Methode um früher aufzustehen!

Die harte Tour

Die harte Tour ist ganz einfach. Du gehst Abends normal ins Bett und stellst den Wecker auf 5:00 Uhr. Wenn er klingelt, stehst du auf. Bist du am Abend zuvor erst um 0 Uhr oder gar später ins Bett gegangen, wird es ein harter erster Tag. Zieh ihn aber unbedingt durch. Schlafe auf keinen Fall mittags eine Stunde oder länger. 15 Minuten sind ok, aber nicht mehr. Der Trick dabei ist offensichtlich. Du wirst den Tag über müde sein und es kaum abwarten können abends in Bett zu kommen. Spätestens 22 Uhr, eher früher, wird es dich in die Federn ziehen. Und das ist auch gut so. Gehst du um 22 Uhr todmüde ins Bett und der Wecker klingelt um 5 Uhr, hast du volle 7 Stunden geschlafen. Das Aufstehen wird dir an Tag 2 leichter fallen. Der zweite Tag wird definitiv besser als der erste. Du wirst fitter sein. Dein Körper wird den neuen Rhythmus lernen und dir signalisieren, wann es Zeit ist ins Bett zu gehen. Bei mir hat sich das auf 22:30 Uhr eingependelt. Wenn du die ersten 3 Tage geschafft hast, sieht der Morgen schon ganz anders aus.

Der sanfte Weg

Angenommen du bist Langschläfer und stehst für gewöhnlich gegen 10 Uhr auf. Dann ist der Sprung auf 5 Uhr groß. Das auf einen Schlag umzustellen wird hart für dich werden. Deshalb machst du es schrittweise. Stell dir den Wecker zwei Stunden früher als du gewöhnlich aufstehst. Schläfst du immer bis 10 Uhr, dann stell ihn also auf 8 oder besser auf 7:58 Uhr. Dann hast du gleich die 7 vorne. Das motiviert dich nochmal extra. Es sollte dir nicht so schwer fallen aufzustehen und durch den Tag zu kommen. Du wirst etwas müde sein aber es problemlos schaffen. Gehe abends ins Bett, wenn du müde bist. Das wird etwas früher sein als sonst. Das ist gut und Teil deiner Umgewöhnung. Den Wecker stellst du dir eine Stunden früher als am Tag zuvor. Also 6:58 Uhr. Der Tag wird ähnlich laufen wie Tag 1. Du wirst halbwegs fit sein und alles schaffen. Abends bist du aber müde und willst ins Bett. Das ist auch gut so, denn dein Wecker klingelt an Tag 3 um 5:58. Das selbe Spiel wieder von vorne. An Tag 4 hast du es geschafft und du wirst um 5 Uhr aufstehen. Das wird nochmal hart, aber keine Angst. Du musst dich erst dran gewöhnen, aber es ist leichter als von 10 Uhr auf 5 Uhr umzustellen.

Bist du ein Partymacher?

Gehst du am Wochenende lange auf Partys oder arbeitest im Nachtleben? Kein Problem. Aus eigener Erfahrung habe ich auch dafür eine Strategie für dich. Wenn du Sonntag morgen zwischen 6 und 10 Uhr heim kommst, schlafe nicht den ganzen Tag. Sonst bist du Abends wieder fit und kannst nicht einschlafen. Wenn du vor 8 Uhr im Bett warst stehe gegen 12:00 Uhr auf. War es schon 10 Uhr, spätestens um 14 Uhr. Kommst du nach 10 Uhr aus dem Club, schlafe kurz aber nicht mehr als 3 Stunden. Ist es 14 Uhr oder später, mach durch. Der Sonntag ist so oder so da hin. Trink zum Frühstück einen starken Kaffee und entspanne dich. Bleibe aber bis mindestens 20 Uhr wach. Du wirst spätestens um 22 Uhr todmüde sein und wunderbar einschlafen. Montag klingelt dein Wecker um 5:00 Uhr und du hast Minimum 8 Stunden geschlafen. Es wird dir trotzdem nicht leicht fallen, aber wenn du es durch den Montag schaffst, bist du Dienstag wieder in der Spur. Generell empfehle ich dir, wenn du ein 5 Uhr Typ bist, den Club auch um 5 Uhr zu verlassen und nicht länger als bis 12 Uhr zu schlafen.

Allgemeines

Früh aufzustehen heißt nicht, wenig zu schlafen. 6-7 Stunden sollten es sein. Wenn du 8 oder 10 Stunden pro Nacht schläfst, hört sich das jetzt sicher grausam für dich an. Es ist aber eine Gewöhnungssache. Dein Schlaf wird tiefer und somit effektiver. Wenn du richtig müde bist, schläfst du schneller ein. Werde aber nicht übermütig und schlafe nur 4-5 Stunden um dich dann mit Unmengen Koffein über den Tag zu retten. Menschen handeln unter Schlafentzug nachweislich wie Betrunkene und sind nicht voll handlungsfähig. Betrunken lässt sich kein Unternehmen aufbauen. Höre auf deinen Körper und gehe ins Bett, wenn du müde bist. Ich lese am Ende des Tages noch. Wenn mir auf einer Seite mehrfach die Augen zu fallen, gehe ich ins Bett. Generell hilft Lesen dir dabei müde zu werden. Halte dich in den letzten Stunden des Tages von Handy, Fernseher und Laptop möglichst fern. Das Licht der Bildschirme hält dein Gehirn wach. Lies ein Buch, schreib dein Erfolgs-Journal für den Tag (per Hand) oder entspanne dich einfach auf dem Sofa. Bei der Umstellung geht es nicht nur um die richtige Dosis Schlaf. Auf die taktet sich dein Körper schnell ein, weil er den Schlaf braucht. Er muss auch die innere Uhr umstellen. Das dauert etwas länger. Wenn du bis dahin durchhältst, kannst du gar nicht mehr anders als früh aufzustehen. Aus der Disziplin ist dann eine Gewohnheit geworden, die dich nur noch wenig Anstrengung kostet. Eine morgendliche Routine wird dir das frühe Aufstehen zusätzlich vereinfachen. Finde deinen Ablauf, den du wie auf Autopilot jeden Morgen durchgehst. Das wird dir helfen nicht ins Straucheln zu kommen. Ich habe dir meinen morgendlichen Ablauf, der dich garantiert aufweckt, in dem Text Dinge vor 7 Uhr aufgelistet. Du kannst ihn variieren und ergänzen.

Das ist alles, was du brauchst, um jetzt ein erfolgreicher Frühaufsteher zu werden.

Es ist nun 7:32 Uhr. Der Kaffe ist getrunken und der Blogartikel fertig.
Ich wecke jetzt den Hund und genieße den Morgen – so wie du ab morgen auch.
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